Die Frage nach der Hundeschule, dem Verein, einem Trainer …

10338564_1111372712235834_5578052492799659416_o“Ich suche einen Hundetrainer, weil …” Ein erster Schritt ist getan! Die suchende Person gesteht sich ein, dass sie und ihr Hund Hilfe brauchen. Vielleicht auch, weil die ganzen vorher erfragten Facebook Tipps, nicht funktionieren. Vielleicht auch nur, weil die Anleitung einer dritten – unbeteiligten – Person fehlt. Und nun? Nun macht man sich daran einen Hundetrainer zu finden. Alternativ auch einen Verein, oder eine Hundeschule. Es wird das Internet durchforstet und auf Facebook wird nach dem ultimativen Trainer gefragt.
Jetzt kommen die ganzen Antworten und es wird richtig schlimm. Wie soll man unter all den ganzen Vorschlägen, denn nur den richtigen finden? Es erscheint ja quasi unmöglich. Eine Lösung hierfür kann ich auch nicht bieten! Vielleicht nur – hoffentlich – hilfreiche Tipps.
  • Bauchgefühl einschalten und eingeschaltet lassen Das Bauchgefühl ist eine wahnsinnige Eigenschaft. Es ist enorm wichtig in unserem Alltag und auch bei der Wahl eines Trainers, ein unersetzliches Hilfsmittel. Wenn der Bauch nein sagt, dann folgen sie dieser Stimme ruhig!
  • Qualifikationen des Trainers prüfen Okay, hier wird es richtig schwer! Persönlich würde ich hier alle aussortieren die als Qualifikationen “jahrelange Erfahrungen” angeben. Ich würde mich auch schwer tun, mit der lapidaren Aussage “ausgebildeter XYZ”. Denn hier stellt sich für mich erst einmal die Frage, wo denn ausgebildet. Ebenfalls zu überprüfen ist eine Aussage wie: “Ich bilde mich stetig fort”. Wo und in welchen Bereichen denn? Wenn auf der Homepage keine Vita steht, dann würde ich persönlich eine anfordern. Einen kynologischen Lebenslauf sollte eh jeder Trainer parat haben, so meine Meinung. Hat die Hundeschule und/oder der Verein mehr als einen Trainer, so stehen auf der Homepage meistens auch die anderen Trainer. Hier sollten ebenfalls die entsprechenden Informationen stehen.
  • Das Angebot prüfen Gerade in Hundeschulen kann man quasi alles machen. Von bis ist alles drin! Doch wie geht das eigentlich? Wo bekommt der Trainer denn all das Wissen her? Was macht der Trainer mit seinem eigenen Hund, wo nimmt der Trainer denn selber aktiv teil? Wie kann ein Trainer jede x-beliebige Sportart anbieten, mit vielleicht nur einem besuchten Seminar in diesem Bereich?
  • Methodenvielfalt vs. Einheitsbrei Meiner Meinung nach wird es schwierig, wenn ein Trainer nur nach Variante X arbeitet. Das bedeutet nämlich zwangsläufig, dass sowohl Hund als auch Mensch, in diesen Raster gequetscht werden müssen! Mensch und Hund haben sich quasi zu fügen. Doch es passt nicht immer Variante X, zu Mensch/Hund-Team Y. Natürlich kann sich dann der Mensch verbiegen, vielleicht bekommt er auch eine Gehirnwäsche verpasst, aber wie authentisch ist das ganze dann?
  • Andere Variationen werden schlecht geredet Passt zum vorherigen Punkt! Nicht alles ist sicherlich angebracht und immer richtig, und als Trainer hat man durchaus auch andere Ansichten, die legitim sind. Aber wer es nötig hat, andere schlecht zu reden, bzw. arbeitsweisen schlecht zu reden, darf ruhig kritisch betrachtet werden.
  • Externe Ausbildungen Sie bringen ihren Hund in das Internet und holen ihn nach X Tagen/Wochen wieder ab. Es klingt bequem und so einfach. Ich persönlich würde mir jedoch die Frage stellen, was passiert in dieser Zeit mit meinem Hund? Was wird da gerade gemacht? Und wie bekommt der Besitzer die spätere Souveränität im Alltag?
Wenn man dann seinen Trainer oder Trainerin gefunden hat, heißt das aber nicht, dass man während des Trainings seinen Verstand und sein Bauchgefühl am Eingang abgibt. Sondern das sollte da bleiben und man darf und sollte als Kunde auch ruhig einmal nachfragen, wieso und weshalb.

 

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